Wildkameras kaufen – Testsieger, wichtige Kriterien und ein Vergleich

Wildkameras kaufen – Testsieger, wichtige Kriterien und ein Vergleich

Das findest du in diesem Artikel

    Die Suche nach der richtigen Wildkamera kann eine Herausforderung sein. Wer eine Wildkamera kaufen möchte, hat viele Faktoren zu berücksichtigen um mit dem gewählten Exemplar langfristig glücklich zu werden. Wir haben einen Wildkamera Test durchgeführt und uns in unserem Testrevier lange mit der Materie auseinander gesetzt. Hier präsentieren wir die Ergebnisse unserer Arbeit und heben besonders gute Modelle hervor. 

    Du wirst erfahren, welche Wildkamera in dein individuelles Revier gehört und zu deinen Anforderungen passt.

    Modell
    Spypoint Wildkamera Solar-Dark 12 MP

    Spypoint Wildkamera Solar-Dark 12 MP

    Minox Wildkamera DTC 395

    Minox Wildkamera DTC 395

    Seissiger Wildkamera Special-Cam LTE

    Seissiger Wildkamera Special-Cam LTE

    LED-TechnikNo-GlowNo-GlowNo-Glow
    Reaktionszeit Auslöser0.070.7Sekunden0.5Sekunden
    Batterielaufzeit6Monate6Monate
    BesonderheitenWird mit Solarmodul geliefert
    Bildschirmgröße5.086.1cm Bildschirmdiagonale5cm Bildschirmdiagonale
    Blickwinkel45°
    Fotoqualität1212Megapixel12Megapixel
    FunktionenArrayArrayArray
    GehäuseArrayArrayArray
    Gewicht280g435g
    Maße9,6 x 12,7 x 8,113,5 x 10,1 x 7,3cm14,7 x 12,2 x 8,4cm
    Reichweite3415Meter25Meter
    VideoqualitätFull-HDFull-HDFull-HD
    Preis
    €249.99
    €134.99
    €289.99

    Was ist eine Wildkamera?

    Wildkameras sind Fotofallen, die eingesetzt werden um Wild zu fotografieren oder zu filmen. In vielen Fällen werde sie auch zur Überwachung eines Grundstückes eingesetzt. Jägern dienen sie zum Bestätigen von Wild. Auch bei Dunkelheit und an unwegsamen Regionen des Jagdreviers kann man sich so ein Bild von Wildbewegungen machen.

    Wildkameras verfügen stets über einen Sensor, der auf Bewegung reagiert. Wird er ausgelöst, nimmt die Wildkamera entweder ein Bild auf, oder beginnt zu filmen. 

    Das Bildmaterial wird im Anschluss auf einem Speichermedium wie einer SD-Karte abgelegt, und bei manchen Modellen per MMS, E-Mail oder App versendet.

    In unserem Wildkamera Test wirst du erfahren, welche Modelle besonders gut zu deinen Ansprüchen und deinem Budget passen und wofür diese eingesetzt werden können.

    Wofür werden Wildkameras eingesetzt?

    Auf der Jagd gibt es viele verschiedene Einsatzbereiche für eine Wildkamera. Auch wenn es grundlegend darum geht Fotos und Videos von Wild zu erlangen, setzt jeder sie jedoch auf seine eigene Weise ein. Die unterschiedlichen Anwendungsgebiete schließen sich jedoch nicht aus, sondern ergänzen sich häufig sogar.

    Ob sie für dich interessant ist hängt maßgeblich davon ab, welche Auffassung der Jagd du vertrittst, was für ein Revier du bejagst und welches Wild dort vorkommt.

    Wildkamera zum Bestätigen von Wild

    In vielen Revieren werden Wildkameras eingesetzt, um Wild zu bestätigen. Dort wo Trophäenträger wie Hirsche, Rehböcke und Keiler vermutet werden, werden sie aufgehängt und später ausgewertet. Auf diese Weise kann man sie in Ruhe ansprechen und entscheiden, welches Stück erlegt werden soll.

    Auch beim Ansprechen von weiblichem Wild werden Wildkameras eingesetzt. Wer die schwachen Stücke bestätigen und selektieren will, kann mit ihnen sehr akkurat arbeiten.

    Eine Wildkamera an der Kirrung

    Viele Jäger installieren Kirrungen, an denen Schwarzwild angelockt wird. Gerne möchte man sehen, welche Rotten sich gerade im Revier aufhalten und hängt aus diesem Grund eine Wildkamera in der Nähe auf. Darüber hinaus kann man mit ihr erfahren, zu welcher Uhrzeit eine Kirrung in der Vergangenheit angenommen wurde. Das erlaubt Rückschlüsse auf das Verhalten der Rotte und trägt dazu bei, dass man Routinen erkennen und jagdlich nutzen kann.

    Übigens: Hier erfährst du alles über Kirrautomaten!

    Die Nutzung an der Suhle

    Wildkamera an der Suhle zeichnet Rotwild auf

    Rot- und Schwarzwild suchen regelmäßig Suhlen auf. Sie werden zur Körperpflege aufgesucht und sind für das Wild sehr wichtig. Wer sich einen Überblick über den Wildbestand im Revier verschaffen will, kann Wildkameras an den Suhlen positionieren und hat hier aller Wahrscheinlichkeit Erfolg.

    Die Überwachung der Wechsel

    Nahezu alle Wildarten halten Wechsel, bewegen sich also regelmäßig über die gleichen Pfade. Jägerinnen und Jäger erkennen diese meist schon auf große Distanz und wissen, dass hier Wildbewegungen stattfinden. Schnell eine Wildkamera kaufen und am Wechsel befestigen verspricht spannende Bilder.

    Mit der Zeit bekommt man einen guten Eindruck davon, in welchem Rhythmus sich das Wild im Revier über die Wechsel bewegt.

    Kontrolle an Schadflächen

    Wildschäden sind ein fortlaufendes Thema auf Hegeringversammlungen und bei der Jagdgenossenschaft. Als Jäger hat man einen Beitrag dazu zu leisten, dass Wildschäden nicht ausufern, vor allem an beliebten Schadflächen. Wildkameras verraten dir, ob und wann Wild hier zu Schaden gegangen ist und geben dir wichtige Informationen darüber, wann du zur Wildschadensverhütung ansitzen solltest.

    Falls du eine Wildkamera mit Live-Übertragung auf das Handy einsetzt und in Reviernähe wohnst, kannst du durch eine schnelle Reaktion Beute machen und Wildschäden verhüten.

    Wildkamera an der Salzlecke

    Unser Wild hat zu vielen Jahreszeiten Schwierigkeiten den Salzbedarf decken zu können. Jäger und Wildhüter begegnen dem, indem sie sogenannte Salzlecken aufstellen. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Holzpfähle oder Baumstämme, die mit Salz bestrichen werden, oder auf denen ein Salzleckstein positioniert wird. Ist das Salzangebot knapp, haben diese eine hohe Anziehungskraft auf das Wild. Eine ideale Gelegenheit für Fotos und Videos mit der Wildkamera.

    Am Fuchsbau

    Das geübte Auge sieht schnell, ob ein Bau befahren ist und welche Wildart es sich hier gemütlich gemacht hat. Dennoch kann es sinnvoll sein die Bauten mit einer Wildkamera zu überwachen. Beispielsweise um feststellen zu können, wann die Jungfüchse erstmals den Bau verlassen.

    Lestipp: Interesse an der Lockjagd auf den Fuchs?

    Wildkamera Test – diese unterschiedlichen LED-Varianten gibt es

    Wer einen Wildkamera Vergleich anstellen möchte muss wissen, dass es verschiedene Varianten gibt, die nur schwer miteinander verglichen werden können. Sie alle haben ihre Vor- und Nachteile und sollte je nach Einsatzgebiet ausgewählt werden.

    Nachfolgend stellen wir sie vor und beleuchten, wann sie wo eingesetzt werden können.

    White LED Wildkameras

    White LEDs (wieße LEDs) können mit dem Blitz bei einer herkömmlichen Kamera verglichen werden. Die weißen LED-Leuchten werden bei Auslösen des Sensors eingeschaltet und sorgen dafür, dass es vor Ort hell wird. Im Anschluss kann die Wildkamera eine Aufnahme des Wildes machen.

    Vorteil – auch bei Dunkelheit können so Farbaufnahmen entstehen.

    Nachteil – das Wild wird beunruhigt und kann vergrämt werden.

    Low-Glow LED Wildkameras

    Diese LED-Leuchten sondern Infrarotlicht ab. Dieses befindet sich im Lichtspektrum von 850 Nanometern und wird als ein rötliches Glimmen von Mensch und Wild wahrgenommen.

    Vorteil – das Wild wird weniger stark beunruhigt. Je nach Aufstellungsort und Winkel wird das Licht nicht wahrgenommen.

    Nachteil – In der Nacht sind nur Schwarz-Weiß Aufnahmen möglich.

    No-Glow-LED Wildkameras

    Unter dem Namen No-Glow-LEDs, auch Black LEDs genannt, versteht man LED-Leuchten, die im Lichtspektrum von 940 Nanometern arbeiten. Sie sondern ebenfalls Infrarotlicht ab. Das Licht ist allerdings kaum zu sehen und wird vom Wild in aller Regel nicht wahrgenommen.

    Vorteil – das Wild wird nicht beunruhigt.

    Nachteil – es sind nur Schwarz-Weiß Aufnahmen bei Dunkelheit möglich.

    Spypoint Wildkamera Solar-Dark 12 MP

    Spypoint Wildkamera Solar-Dark 12 MP

    MarkenSpypoint
    LED-TechnikNo-Glow
    Reaktionszeit Auslöser0.07Sekunden
    BesonderheitenWird mit Solarmodul geliefert
    Bildschirmgröße5.08cm Bildschirmdiagonale
    Fotoqualität12Megapixel
    FunktionenArray
    GehäuseArray
    Maße9,6 x 12,7 x 8,1cm
    Reichweite34Meter
    VideoqualitätFull-HD
    €249.99

    Wildkamera kaufen – diese Faktoren sind entscheidend

    Bei einer Wildkamera handelt es sich um ein technisches Gerät, bei dem die technischen Merkmale entscheidend sind. Welche das sind, welche Werte als gut und schlecht gelten und welchen Einfluss sie auf die Effektivität der Wildkamera haben, erfährst du jetzt.

    Die Fotoqualität

    Jede Wildkamera gibt an, in welcher Bildqualität Fotos aufgenommen werden können. Entscheidend ist hier die Anzahl der Pixel. Je mehr, desto besser. Gemessen wird die Anzahl in Megapixeln. Eine Kamera die 12 Megapixel-Bilder schießt, hat also halb so gute Bilder wie eine die den Jäger mit 24 Megapixel-Bildern beglückt.

    Man muss allerdings auch sagen, dass mittlerweile alle modernen Kameras über für die Jagd ausreichend gute Bilder liefern.

    Die Videoqualität

    In einem Wildkamera Vergleich sollte man auch darauf achten, in welcher Auflösung Videos aufgenommen werden. Auch hier gibt man die Aufnahmequalität in Pixeln an. Full-HD Kameras nehmen beispielsweise Videos in 1.920 x 1.080 Pixeln auf.

    Je größer die Zahlen, desto besser die Bildqualität der Videos.

    Die Reaktionszeit des Auslösers

    Wird der Sensor der Wildkamera ausgelöst, schaltet sie sich ein. Doch das passiert nicht in Echtzeit, sondern mit einer kurzen Verzögerung zwischen Bewegungsmelder und Kamera. Läuft ein Stück Wild in hoher Geschwindigkeit an der Linse vorbei kann es passieren, dass man es verpasst, oder nur die Keulen auf dem Bild sieht.

    Bei guten Wildkameras schwankt der Wert zwischen 0,1 und 0,5 Sekunden. Je geringer die Verzögerung, desto besser.

    Die Reichweite

    Die Reichweite aller Wildkameras ist unterschiedlich. Meist werden sie auf kurzer Distanz aufgehangen, doch je nach Terrain ist eine größere Reichweite notwendig. Sie liegt meist zwischen 15 und 40 Metern. Wer bereits einen bestimmten Ort im Sinn hat, sollte hier die Distanz messen. Im Regelfall sind 20 – 25 Meter jedoch vollkommen ausreichend.

    Lesetipp: Alles was du über die Wärmebildkamera bei der Jagd wissen musst.

    Der Blickwinkel

    Wer eine Wildkamera kaufen und aufhängen möchte, will damit möglichst viel Wild aufnehmen. Dabei spielt der Blickwinkel eine Rolle. Je größer er ist, desto größer die Fläche in der man Wild wahrnehmen kann. Gute Wildkameras haben einen Blickwinkel von 100° oder mehr.

    Die Batterielaufzeit

    Eine Wildkamera wird mit Strom betrieben. Hier werden Akkus oder Batterien verwendet. Je mehr davon hineinpassen und je weniger Strom verbraucht wird, desto länger die Laufzeit. Klar ist, dass es besonders von Vorteil ist, wenn man die Batterien selten wechseln muss. Bei stromsparenden Modellen beträgt die Batterielaufzeit bis zu 8 Monate.

    Bei der Nutzung von AA-Batterien kann prinzipiell von einer längeren Laufleistung als bei AAA-Batterien ausgegangen werden.

    Funktionen

    Besonders interessant ist der Funktionsumfang. Wer auf der Suche nach einer Funk-Wildkamera ist, wird vor allem hier sein Augenmerk setzen. Es ist schließlich sehr bequem die Bilder direkt auf das Handy geschickt zu bekommen. Für den Versand ist in aller Regel eine Sim-Karte notwendig. Über diese kann die Wildkamera die Bilder und Videos über das Mobilfunknetz oder Internet versenden.

    Alternativ ist auch der Empfang er WiFi / W-Lan möglich. Hier muss sich der Empfänger jedoch in der Nähe befinden.

    Aber auch die Möglichkeit Intervall-Aufnahmen machen zu können, einen Timer einzuschalten, die Kamera mit einem Passwort zu schützen, oder einen Zeitraffer zu verwenden, kann nützlich sein.

    Welches Zubehör gibt es für Wildkameras?

    Für Wildkameras kann man eine ganze Reihe von Zubehör kaufen. Je nach Einsatzbereich kann dieses die Kameras erheblich aufwerten und  für bessere Ergebnisse sorgen. Welches Zubehör es gibt und ob es sich lohnt, besprechen wir jetzt.

    Die Speicherkarten

    In der Regel werden Wildkameras mit SD-Karten bestückt. Auf ihnen werden die geschossenen Bilder und Videos gespeichert. Sie unterscheiden sich in ihrer Größe und dem Speicherplatz. Welche Größe du benötigst wird von der Wildkamera bestimmt. Wie viel Speicherplatz du benötigst, kommt auf deine Vorlieben an.

    Falls du eine WIldkamera mit Funk verwendest, benötigst du erfahrungsgemäß mehr Speicherplatz. Ebenso wenn du gerne Videos aufzeichnen lässt.

    In der Praxis verwenden Jäger häufig eine zweite SD-Karte, mit der sie die in der Wildkamera tauschen. Auf diese Weise muss man die Bilder nicht vor Ort auswerten, sondern kann das in Ruhe auf der Couch machen und die Bilder anschließend löschen. Das hat zudem den Vorteil, dass man nur wenig Speicherplatz benötigt.

    Verblendungen / Tarnungen

    Minox Frontblende für Wildkamera DTC 460

    Minox Frontblende für Wildkamera DTC 460

    MarkenMinox
    LED-TechnikWhite-LED
    €30.99

    In einigen Regionen ist es ratsam Wildkameras an exponierten Stellen zu tarnen. Zwar gibt es etliche Modelle im Camouflagemuster, je nach Hintergrund und Befestigungsstelle fallen sie aber dennoch auf. Mit dem richtigen Material und ein paar Handgriffen kann man dazu beitragen, dass die Wildkamera für Spaziergänger und potentielle Diebe im Verborgenen bleibt.

    Diebstahlschutz

    Minox Sicherungs-Kit für Wildkameras

    Minox Sicherungs-Kit für Wildkameras

    MarkenMinox
    LED-TechnikWhite-LED
    €25.99

    Wer eine hochwertige Wildkamera kaufen möchte, kann für sie mehrere hundert Euro ausgeben. Da meist mehrere Stellen im Revier überwacht werden sollen, stellt dies eine gewisse Investition da. Mit einem Diebstahlschutz kann man sie vor dem Zugriff Fremder schützen.

    Befestigungen

    Spypoint Baumstativ für Wildkameras

    Spypoint Baumstativ für Wildkameras

    MarkenSpypoint
    LED-TechnikWhite-LED
    €49.99

    Wildkameras müssen befestigt werden. In der Regel nutzt man dafür Bäume, Zäune oder Pfähle. Es gibt verschiedene Befestigungsmöglichkeiten, die dafür genutzt werden können. Meist kommen Halterungen oder Spanngurte zum Einsatz.

    Solarpanels

    Solar Li-Ion Akku für Wildkameras 1500 mAh

    Solar Li-Ion Akku für Wildkameras 1500 mAh

    LED-TechnikWhite-LED
    €39.99

    Wer nicht ständig die Akkus der Wildkameras austauschen möchte, kann sie mittels Sonnenenergie aufladen. Dazu benötigt man nicht nur ein Solarpanel, sondern auch einen geeigneten Standort. Im dichten Buchenwald, wo kaum ein Lichtstrahl den Boden erreicht, wird man hier keinen Blumentopf gewinnen können. Auf einem Kahlschlag im Südhang kann man die Kamera jedoch problemlos mit Strom versorgen.

    Die rechtliche Situation – Wer darf wo Wildkameras aufstellen?

    In etlichen Jagdrevieren in Deutschland werden Wildkameras eingesetzt. Doch ist das rechtens?

    Hier kommt es vor allem darauf an, wo die Wildkamera installiert wird. Wälder zählen zum öffentlichen Raum und sind frei zugänglich. Demnach muss man damit rechnen, dass fremde Personen ihn betreten. Nimmt man sie unbemerkt auf, verletzt man das Bildrecht der Person. Das passiert auch, wenn die Bilder im Anschluss gelöscht werden.

    In der Praxis handhaben es viele Jäger so, dass Wege und Areale mit vielen Besuchern gemieden werden. Eine sehr ruhige Kirrung im Wald überwachen sie allerdings mit Wildkameras.

    Eine klare Regelung gibt es im Gesetz nicht.

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.