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Jagdreise Frankreich – Wildarten, Reisezeiten, Rechtliches & mehr

Jagdreise Frankreich

Frankreich ist für Jäger ein faszinierendes Land. Eine Jagdreise nach Frankreich lohnt sich. Hier kann man Teil einer über 1.000 Jahre alten Jagdtradition werden, wunderschöne Landschaften durchstreifen und Beute machen. Hier erfahren Sie, welche Wildarten Sie in Frankreich bejagen können, welche Jahreszeit dazu besonders empfehlenswert ist, worauf Sie aus rechtlicher Sicht achten müssen und welche Anbieter für Jagdreise nach Frankreich besonders zu empfehlen sind.

Jagen in Frankreich – Generelle Informationen

In Frankreich wird schon seit über 1.000 Jahren eine Jagdtradition gepflegt, die Sie erlebt haben sollten. Ursprünglich geprägt von herrschaftlichen Gesellschaftsjagden, besticht sie heute durch die gesunden Wildpopulationen, sowie das Erleben der wundervollen Landschaft.

Die ländlichen Regionen Frankreichs sind relativ dünn besiedelt, was vielen Wildtieren Lebensraum bietet. Von Grünfläche, Gewässern, Tälern und Wäldern, bis hin zu felsigem Gebirge kann in Frankreich jedes Habitat vorgefunden werden, was sich positiv auf die Artenvielfalt auswirkt.

In Frankreich gibt es etwa 1,2 Millionen Jäger, sodass man schnell Gleichgesinnte und Anschluss findet.

Als deutscher Jäger muss man wissen, dass eine französische Jagdhaftpflichtversicherung abgeschlossen werden muss. Die deutsche ist dort untauglich, da der Gesetzgeber vorschreibt, dass die Versicherung in unbegrenzter Höhe für entstandene Schäden haftet. In Deutschland wird eine solche Versicherung nicht angeboten.

Jagdreisen Frankreich – Diese Wildarten können bejagt werden

In Frankreich gibt es viele unterschiedliche Wildarten und sie alle können bejagt werden. Je nach Region sind die Wildarten stark oder schwach vertreten. Da Frankreich groß ist, sollte im Vorfeld überlegt werden, welche Wildarten während der Jagdreise bejagt werden sollen.

Gamsjagd in Frankreich

In Frankreich gibt es einige Berge, die Gämse beheimaten. Wer die Bergjagd liebt, kommt hier auf seine Kosten. Die Jagd ist meist körperlich herausfordernd und sportlich. Eine Gams zu erlegen ist nicht leicht, da sie sich meist auf der Bergspitze wohlfühlen und der Aufstieg anstrengend ist. Darüber hinaus muss sie aufgrund des unwegsamen Geländes und des spärlichen Bewuchses aus großer Distanz erlegt werden. Im Anschluss gilt es des Stück sicher zu bergen.

Die Brunft des Gamswildes beginnt in der Mitte des Oktobers und erstreckt sich bis in das Ende des Novembers. Zur dieser Jahreszeit ist das Gamswild in Frankreich verstärkt auf den Läufen und dem Jäger bietet sich ein wundervoller Anblick. Zudem kann der begehrte Gamsbart geerntet werden.

Muffeljagd in Frankreich

Muffeljagd Frankreich

Im Süden Frankreichs findet man die Pyrenäen, die das Land von Spanien trennen. Im Gebiet um die Gebirgskette herum, ist Muffelwild anzutreffen, welches bejagt werden kann. Ein ausgewachsener Widder kann hier bis zu 55kg schwer werden und eine kapitale Trophäe tragen.

Die Brunft des Muffelwildes fällt in die Monate November und Dezember. Diese Jahreszeit eignet sich besonders gut zur Bejagung, da Schafe und Widder sehr aktiv sind.

Rotwildjagd in Frankreich

In Frankreich gibt es gesunde Rotwildvorkommen. Vor allem im Süden des Landes werden zudem zahlreiche starke Rothirsche zur Strecke gebracht und auch ausländische Jäger sind hier willkommen.

Die Brunft des Rotwildes beginnt zum Ende des Septembers und erstrecht sich über den Oktober.

Vor allem während der Brunft werden hier kapitale Rothirsche erlegt. Die Preise sind im internationalen Vergleich moderat. Der Abschuss eines reifen Hirsches kostet in der Regel zwischen 2.000€ und 5.000€.

Rehbockjagd Frankreich – Starke Böcke in toller Landschaft

Frankreich ist für seine starken Böcke bekannt. In abgelegenen Regionen werden Jahr für Jahr reife Böcke bestätigt, die auf einer Jagdreise nach Frankreich erlegt werden können. Regelmäßig werden hier Rehböcke der Medaillenklasse erlegt.

Die stärksten Rehböcke können im Süden des Landes angetroffen werden. Vor allem in der Blattzeit werden kapitale Rehböcke in Frankreich erlegt.

Im September besteht die Möglichkeit nicht nur einen Rehbock, sondern zur selben Zeit Rot- und Gamswild zu erlegen.

Stockentenjagd in Frankreich

Niederwild wird in Frankreich oft nach britischem Vorbild auf großen Treibjagden bejagt. Die Jagd auf die Stockente beginnt in Frankreich am 1. September und läuft bis zum 31. Januar.

Je nach Jagdrevier sind die Strecken enorm und es ist keine Seltenheit, dass ein Schütze 50 Stockenten oder mehr an einem Tag erlegt. Die eingesetzten Vorsteh- und Apportierhunde in Frankreich gelten als brauchbar und sind international bekannt.

Drückjagd in Frankreich

Mit Einsetzen des Herbstes beginnen auch in Frankreich die Drückjagden. Hier wird vor allem auf Schwarzwild, aber auch auf Rotwild, Rehwild und Niederwild gewaidwerkt.
Bei ausländischen Jägern sind die französischen Drückjagden wegen ihrer großen und bunten Strecken sehr beliebt.

Die Preise unterscheiden sich sehr und hängen davon ab, welche Wildarten bejagt werden und welche Leistungen inklusive sind. Hier sollte man die Angebote im Vorfeld genau vergleichen.

Jagen in Frankreich – Die beste Jahreszeit

Frankreich Jagd Jahreszeit

Welche Jahreszeit sich am besten für eine Jagdreise nach Frankreich eignet, hängt stark davon ab, welche Wildarten bejagt werden sollen. Es ist jedoch so, dass vor allem der September jagdlich viele Möglichkeiten bietet. Hier kann auf Rotwild, Rehwild, Niederwild und weitere Wildarten gewaidwerkt werden.

Zudem ist es zu dieser Jahreszeit noch klimatisch mild, sodass auch die vielen anderen Verlockungen Frankreichs genossen werden können.

Doch auch eine Anreise im späten Herbst oder Winter ist empfehlenswert. So kann an einer der zahlreichen Drückjagden teilgenommen werden.

Wen es in die Berge zieht, der sollte im früher Winter dort anreisen. Zu dieser Jahreszeit sind die Berge noch begehbar und Gamswild, als auch Muffelwild, sind aktiv und können erlegt werden.

Rechtliche Fakten zum Jagen in Frankreich

In Frankreich beträgt die Mindestgröße für ein Jagdrevier lediglich 20 Hektar. Das führt dazu, dass es viele Revierpächter gibt. Für deutsche Jäger ist der Abschluss einer französischen Jagdhaftpflichtversicherung zwingend notwendig.

Da Frankreich Teil der Europäischen Union ist, wird der deutsche Jagdschein hier anerkennt. Auch die Ein- und Ausfuhr von Waffen ist möglich. Alle legal erbeuteten Trophäen können problemlos nach Deutschland importiert werden.

Benötigt werden zudem die folgenden Unterlagen:

  • Jagdschein
  • Waffenbesitzkarte
  • Einladung des Revierinhabers/Jagdveranstalters
  • Europäischer Feuerwaffenpasse
  • Reisepass oder Personalausweis

Werden Waffen über die Grenze gebracht, so sind diese getrennt von der Munition in abschließbaren Behältnissen zu transportieren. Bei Flugreisen muss man sich an die Bestimmungen der Fluggesellschaft halten.

Frankreich Jagdreise – Abschließende Worte

Frankreich ist in jedem Fall eine Jagdreise wert. Die wunderschöne Landschaft, der gute Wein, das ausgezeichnete Essen und die lange Jagdtradition machen dieses Erlebnis zu etwas Besonderem. Hier wird man nicht die kapitalsten Trophäen der Welt erbeuten, aber eine Jagdreise erleben, die man nicht vergessen wird.

Die Preise für bei den meisten Anbietern sind moderat und die Wilddichte solide. Vor allem der Süden hat viele jagdliche Verlockungen, denen man nachgehen sollte.