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Nachtsichtgerät Jagd

Wenn es dunkel wird, fühlen sich viele Wildarten am sichersten. Vor allem Schwarzwild ist aufgrund des Jagddrucks und der Nähe zum Menschen nachtaktiv geworden. Mit einem Nachtsichtgerät für die Jagd kann man dieser Veränderung begegnen.

Vor allem in Zeiten steigender Bestände wollen viele Jäger auf diese Weise Wildschäden reduzieren.

Wie ein Jagd Nachtsichtgerät funktioniert, welche Modelle gut sind, wie man sie einsetzt und worauf beim Kauf zu achten ist, erfahren Sie hier.

Nachtsichtgerät Jagd – So funktioniert es

Es gibt unterschiedliche Funktionsweisen von Nachtsichtgeräten für die Jagd. Sie gliedern sich in drei Gruppen:

  1. Wärmebildstrahlung wird sichtbar gemacht
  2. Aufgenommenes Licht wird verstärkt
  3. Infrarotstrahlung wird sichtbar gemacht

Während es sich bei der ersten Gruppe um Wärmebildkameras für die Jagd handelt, ist vor allem die dritte Gruppe als typisches Nachtsichtgerät bekannt.

Das Herzstück eines solchen ist eine Bildwandlerröhre, über die aufgenommene Elektronen auf einen Leuchtschirm auftreffen. Durch Fluoreszenz wird ein grünes Abbild der Umgebung sichtbar.

Bei dieser Technik ist darauf zu achten, dass die Jagd Nachtsichtgeräte nicht am Tag verwendet werden. Durch Sonneneinstrahlung können sie beschädigt, oder sogar zerstört werden.

Nachtsichtgerät Jagd – die beliebtesten Einsatzgebiete

Am häufigsten werden Nachtsichtgeräte beim Nachtansitz auf Schwarzwild verwendet.

Vor allem dann, wenn der Mond kaum scheint, oder der Himmel stark bewölkt ist, kommen sie zum Einsatz.

Da die Schwarzwildbestände in den letzten Jahren aufgrund von starkem Äsungsangebot, zunehmenden Monokulturen und nicht ausreichender Bejagung stark zugenommen haben, schießen die verursachten Wildschäden in die Höhe.

Im Zuge dessen haben technische Einsatzgeräte wie ein Jagd Nachtsichtgerät breite Akzeptanz gefunden.

Aber auch bei der Jagd auf Füchse werden sie eingesetzt. Sie sind zudem bei Wildzählungen von großem Vorteil.

Welches Nachtsichtgerät ist für Jäger empfehlenswert?

Zunächst gilt es zu klären, welche gesetzlichen Regularien für den jeweiligen Jäger gelten. Diese können sich nicht nur von Bundesland zu Bundesland, sondern auch von Jagdrevier zu Jagdrevier unterscheiden.

Prinzipiell kann gesagt werden, dass ein Nachtsichtgerät stets den individuellen Anforderungen des Benutzers angepasst sein muss.

Die folgenden Faktoren müssen berücksichtigt werden:

  • Wofür wird das Jagd Nachtsichtgerät eingesetzt?
  • Wird es im Regen eingesetzt?
  • Welches Budget habe ich zur Verfügung?
  • Habe ich eine Ausnahmegenehmigung für ein Nachtzielgerät?
  • Auf welche Distanz werde ich es verwenden?
  • Nehme ich es mit auf die Pirsch?
  • Wird es ausschließlich vom Ansitz verwendet?

Die Ansprüche an Material, Verarbeitung und Funktionsumfang unterscheiden sich von Jäger zu Jäger. Man sollte deshalb vor dem Kauf unbedingt überprüfen, bei welchen Gegebenheiten das Nachtsichtgerät genutzt werden wird.

Worauf muss man beim Kauf eines Nachtsichtgerätes achten?

Als Jäger gibt es viele Dinge zu beachten. Zunächst sollte man klären, ob man ein Vorsatzgerät, ein tragbares Jagd Nachtsichtgerät, oder eine Kopfhalterung erwerben möchte.

Alle drei Varianten bringen Vor- und Nachteile mit sich. Auch der rechtliche Rahmen muss geklärt werden.

Wer mit dem Nachtsichtgerät auf die Pirsch gehen möchte, sollte in jedem Fall die Verarbeitung und das verwendete Material genauer unter die Lupe nehmen. Wichtige Kriterien sind die Stoßfestigkeit, Wasserfestigkeit, das Gewicht und die Größe.

Auf der Pirsch sollte das Jagd Nachtsichtgerät leicht, kompakt und stabil sein.

Bezüglich der Reichweite sei gesagt, dass diese mindestens der maximalen Schussdistanz entsprechen sollte. Geräte mit einer Reichweite von unter 150m sind für die jagdliche Praxis nicht ausreichend.

Wer hat das Nachtsichtgerät erfunden?

Nachtsichtgeräte tauchten erstmals zur Zeit des zweiten Weltkriegs auf und wurden im militärischen Kontext eingesetzt.

Als Erfinder gilt Vladimir Zworykin. Der russisch-amerikanische Ingenieur und Physiker war zudem an der Erfindung und Entwicklung des Farbfernsehers und des Elektronenmikroskops beteiligt.

Nachtsichtgerät Jagd, oder doch lieber eine Wärmebildkamera?

Wer in der Nacht bei schlechtem Licht jagt, braucht technische Unterstützung in seinem Jagdrucksack. Ob es sich dabei allerdings zwingend um ein Nachtsichtgerät handeln muss, ist strittig. Die meisten Jäger führen eher eine Wärmebildkamera bei sich.

Das liegt vor allem daran, dass die beiden Geräte unterschiedliche Funktionen erfüllen.

Die Vor- und Nachteile eines Nachtsichtgerätes auf der Jagd

Mit einem Nachtsichtgerät kann der Jäger auch auf größere Distanz nicht nur die Umrisse, sondern Gesichter und kleine Details erkennen. Einzelne Muskelpartien und Besonderheiten können gesehen werden. Es liefert ein detailreiches Bild.

Will man jedoch eine größere Fläche abglasen, ist ein Nachtsichtgerät auf der Jagd nicht besonders hilfreich. Oft braucht man recht lange um ein Stück Wild tatsächlich ausmachen zu können.

Im Vergleich: Die Wärmebildkamera

Mit einer Wärmebildkamera kann man innerhalb kürzester Zeit erkennen, ob auf einem Feld, oder einer Wiese, Wild steht. Das gelieferte Bild ist sehr kontrastreich.

Allerdings sei auch gesagt, dass viele Details aufgrund der oftmals schlechten Kameraauflösung verloren gehen. Besonders auf größere Distanz wird das Ansprechen schwierig bis unmöglich.

Warum ist das Bild eines Nachtsichtgerätes grün?

In einem Nachtsichtgerät befindet sich ein Leuchtschirm, der die aufgefangenen Elektronen sichtbar macht. Dessen Material bestimmt maßgeblich, in welcher Farbe das Bild im Nachtsichtgerät erscheint.

Die meisten Hersteller setzen hier auf ein grünes Material, es gibt allerdings auch Ausnahmen.

Wie hoch ist die Reichweite eines Nachtsichtgerätes?

Hier kommt es maßgeblich darauf an, was für ein Objektiv verbaut wurde. Auch die Güteklasse des Bildwandlers spielt eine Rolle.
Hochpreisige und gute Jagd Nachtsichtgeräte können eine Reichweite von über 500m vorweisen.

Minderwertige Geräte kommen gerade einmal auf etwa 50m.

Hier sind stets die Angaben des Herstellers zu beachten.

Ein jagdlich geführtes Nachtsichtgerät sollte stets eine Mindestreichweite von 150m haben.

Was ist ein Infrarot-Aufheller?

In hochwertigen Nachtsichtgeräten für die Jagd ist ein Infrarot-Aufheller eingebaut. Dieser trägt maßgeblich dazu bei, dass die maximale Reichweite steigt. Er erhellt das Gebiet durch Infrarotbestrahlung, sodass die Bildqualität sich verbessert.

Nachtsichtgerät Jagd – Abschließende Worte

Ein Nachtsichtgerät ist eine technische Spielerei, die in vielen Jagdrevieren Deutschlands sinnvoll sein kann. Durch immer stärker wachsende Schwarzwildbestände sind Jäger angehalten diesen Einhalt zu gebieten. Da viele Jagdreviere keine Deckelung der Wildschäden in dem Pachtvertrag haben, drohen massive finanzielle Belastungen. Zudem droht das Gleichgewicht aufgrund des starken Äsungsangebotes und dem Fehlen von Prädatoren und kalten Wintern aus dem Fugen zu geraten.